Die Sparkasse Leipzig setzt im Jubiläumsjahr 2026 ein deutliches Zeichen für ihr kulturelles Engagement: Im März öffnet das Finanzinstitut wieder die Türen ihrer Kunsthalle. Bürgerinnen und Bürger, Kunstinteressierte sowie regionale Kunstschaffende sind eingeladen, die Wiedereröffnung des traditionsreichen Ausstellungshauses gemeinsam zu feiern. Die Rückkehr der Kunsthalle fällt in ein besonderes Jahr: 2026 begeht die Sparkasse Leipzig ihr 200-jähriges Bestehen – ein Anlass, der den Blick auf die eigene Tradition, die Verbundenheit mit der Region und nicht zuletzt auf das langjährige Engagement für Kunst und Kultur lenkt.
Förderung der Leipziger Kunstszene
Mit dem Anspruch, das hohe bildkünstlerische Potenzial der Leipziger Region zu fördern, zu bewahren und zu dokumentieren, hat die Sparkasse Leipzig seit über 30 Jahren eine Kunstsammlung zur Leipziger Schule aufgebaut. Die Sammlung umfasst heute rund 5.000 Exponate der Malerei, Grafik, Fotografie sowie Zeichnungen und bildhauerische Objekte. Sie ist damit die größte systematische Sammlung der Leipziger Kunst des 20. Jahrhunderts überhaupt.
Mit Eröffnung der Kunsthalle im Jahr 2001 wurden regelmäßig Werke dieser Sammlung an einem der ältesten Standorte der Sparkasse Leipzig präsentiert. In der Otto-Schill-Straße fanden zahlreiche Ausstellungen statt, die auf das Interesse eines breiten Publikums stießen und die Einzigartigkeit und Vielfalt der originären Kunstentwicklung in Leipzig der vergangenen 70 Jahre zeigten.
Während der Corona-Pandemie wurde der Ausstellungs- und Publikumsverkehr eingestellt. Das Finanzinstitut entwickelte in der Folge ein neues Nutzungskonzept für die Kunsthalle.
Wiedereröffnung im März
Pünktlich im Jubiläumsjahr öffnet das Haus am Pleißemühlgraben nun wieder. „Die Wiedereröffnung ist ein wunderbares Geschenk, das wir nicht nur uns, sondern auch allen Besucherinnen und Besuchern, Kunstinteressenten und Fans der Leipziger Schule machen können“, freut sich Dr. Harald Langenfeld, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Leipzig. „Wir wollen wieder Raum schaffen, um mit der Präsentation der unverwechselbaren Kunst der Region an diesem besonderen Ort in den Dialog mit der Öffentlichkeit treten zu können.“
Geplant sind regelmäßige Ausstellungen, die die Sammlung in einen Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Entwicklungen stellen. Begleitend dazu werden diskursive und performative Formate zu Kunst und Gesellschaft angeboten, die den persönlichen Austausch über Kunst fördern. Ergänzend zu klassischen Führungen entstehen inklusive Vermittlungsangebote für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen.
Die erste Gelegenheit für einen Besuch bietet sich am 5. März 2026. Zum Auftakt lädt die Kunsthalle zur Ausstellung „Im Angesicht der Zeiten“ ein.
Erste Ausstellung: „Im Angesicht der Zeiten“
Die Schau widmet sich der Darstellung der menschlichen Figur in der Leipziger Kunst seit den 1950er-Jahren. Präsentiert werden über 60 Werke aus sechs Jahrzehnten Leipziger Kunstgeschichte – Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur. Vereint durch das Figurenmotiv offenbaren sie den stilistischen und thematischen Reichtum der Kunst aus Leipzig.
Kuratorisch folgt die Ausstellung dem Prinzip der ästhetischen Gleichzeitigkeit: „Arbeiten aus unterschiedlichen Entstehungszeiten treten in einen Dialog und knüpfen ein neues vielschichtiges Netz aus Beziehungen und Verknüpfungen“, erläutert Olga Vostretsova, Kuratorin der Kunsthalle. „Mitunter entstehen motivische Reime, die sich überraschend über Jahrzehnte hinweg zeigen; in anderen Fällen ergibt sich die Nachbarschaft aus Bezügen zur jüngeren Leipziger Kunstgeschichte.“ Die Ausstellung versammelt Porträts und Selbstporträts, eröffnet Einblicke in das Umfeld der Künstlerinnen und Künstler, reflektiert den Menschen im sozialen Umfeld und zeigt die Figur in allegorischen wie auch fantastischen Zusammenhängen.
Durch die Kooperation mit der Klasse für Malerei und Grafik der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) unter der Leitung von Prof. Ivana de Vivanco und Elena Kovylyaeva zieht zudem das künstlerische „Jetzt“ in die Ausstellung ein. In den Ausstellungsräumen intervenieren die Künstler*innen bewusst kollaborativ an den Säulen. Gerade im Kontext einer Wiedereröffnung oder einer Reflexion über die Institution erscheint es folgerichtig, diese tragenden Strukturen künstlerisch zu befragen und mit zeitgenössischen Interpretationen der menschlichen Figur neu zu besetzen.
Die Werke der Kunstsammlung und die Interventionen der Studierenden eröffnen vielfältige Zugänge zur Leipziger Kunstszene. „Anstelle einer streng chronologischen oder stilgeschichtlichen Ordnung folgt die Ausstellung einer offenen Dramaturgie. Dadurch bietet sie dem Publikum Raum, den Werken in neuen Konstellationen zu begegnen, eigene Verbindungen herzustellen und nach künstlerischen Strategien zu fragen, mit denen gesellschaftliche Vielfalt reflektiert wird“, so Olga Vostretsova.
Mit Arbeiten von:
Gerhard Altenbourg, Viktoria Binschtok, Mona Broschár. Alba D'Urbano, Hartwig Ebersbach, Gerhard Gäbler, Sighard Gille, Monika Geilsdorf, Hans-Hendrik Grimmling, Harry Hachmeister, Bernhard Heisig, Frenzy Höhne, Günther Huniat, Katharina Immekus, Edgar Leciejewski, Wolfgang Mattheuer, Ursula Mattheuer-Neustädt, Maix Mayer, Bea Meyer, Gudrun Petersdorff, Ulf Puder, Arno Rink, Kristina Schuldt, Otto Bernd Steffen, Lena Stühmeier, Edith Tar, Albrecht Tübke, Angelika Tübke, Werner Tübke, Doris Ziegler u. a.
Mit Intervention der Klasse für Malerei und Grafik von Ivana de Vivanco der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Wir, als Ihre Sparkasse, verwenden Cookies, die unbedingt erforderlich sind, um Ihnen unsere Website zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie Ihre Zustimmung erteilen, verwenden wir zusätzliche Cookies, um zum Zwecke der Statistik (z.B. Reichweitenmessung) und des Marketings (wie z.B. Anzeige personalisierter Inhalte) Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website zu verarbeiten. Hierzu erhalten wir teilweise von Google weitere Daten. Weiterhin ordnen wir Besucher über Cookies bestimmten Zielgruppen zu und übermitteln diese für Werbekampagnen an Google. Detaillierte Informationen zu diesen Cookies finden Sie in unserer Erklärung zum Datenschutz. Ihre Zustimmung ist freiwillig und für die Nutzung der Website nicht notwendig. Durch Klick auf „Einstellungen anpassen“, können Sie im Einzelnen bestimmen, welche zusätzlichen Cookies wir auf der Grundlage Ihrer Zustimmung verwenden dürfen. Sie können auch allen zusätzlichen Cookies gleichzeitig zustimmen, indem Sie auf “Zustimmen“ klicken. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit über den Link „Cookie-Einstellungen anpassen“ unten auf jeder Seite widerrufen oder Ihre Cookie-Einstellungen dort ändern. Klicken Sie auf „Ablehnen“, werden keine zusätzlichen Cookies gesetzt.